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30 Jahre Frauenhaus Herne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ayten

 

30 Jahre Frauenhaus Herne

Fotoausstellung

Zum 30-jährigen Bestehen des Frauenhauses Herne am 1. Mai 2011 ist in Zusammenarbeit mit der Herner Fotografin Brigitte Kraemer eine Fotoausstellung mit Bildern aus dem Innenleben des Frauenhauses entwickelt worden.
Unter dem Titel „mehr als ein Dach über dem Kopf“ wurden im Herner Rathaus Bilder aus dem Frauenhausalltag und Porträts dreier ehemaliger Bewohnerinnen im häuslichen Umfeld und am Arbeitsplatz gezeigt.
Bereits zum 10-jährigen Bestehen (1991) hielt sich Frau Kraemer über mehrere Monate immer wieder im Frauenhaus auf und es entstand eine kleine Fotoreihe mit schwarz - weiß Aufnahmen. Diese Bilder verdeutlichen kontrastreich ein Stück Geschichte des Herner Frauenhauses und waren ebenfalls im Herner Rathaus zu sehen.
Häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder ist alltäglich und kommt in allen gesellschaftlichen Schichten vor, unabhängig von Einkommen, Bildungsstand, Bevölkerungsgruppe, Nationalität und Alter. Trotzdem ist es für viele schwierig sich diesem Thema zu nähern und Vorurteile halten sich hartnäckig.
Frauenhaus - durch die Anonymität ein unbekannter Ort. Das weckt einerseits Neugierde aber auch Unbehagen. Wie leben die Frauen und Kinder im Frauenhaus, warum sind sie dort?
Die Fotos vermitteln einen sehr persönlichen und authentischen Zugang zum Leben im Frauenhaus.
Die Ausstellung ist der Versuch, alte Vorurteile abzubauen und einen neuen Zugang zum Thema Häusliche Gewalt zu ermöglichen. Außerdem soll sie Frauen Mut machen und Wege hin zu einem gewaltfreien Leben aufzeigen.

Wir danken allen Frauen und Kindern, die aktiv an dieser Ausstellung beteiligt waren und den Mut haben, öffentlich zu ihrer Geschichte zu stehen und darüber zu sprechen.


Zu Beginn das Porträt einer ehemaligen Bewohnerin:

Name: Ayten
Geboren: 14. April 1958  in der Türkei

1. Mal im Frauenhaus: 18. Dezember 1989 bis 30.Juni 1990
2. Mal im Frauenhaus : 8. November 1991  bis 15. Dezember 1992
Familie: Zwei erwachsene Töchter (19 und 21), geschieden
Beruf: Servicekraft im Wananas

Es war kurz vor Weihnachten 1989, als Ayten hochschwanger ins Herner Frauenhaus zog. Sie sollte ihr zweites Kind noch in Deutschland bekommen, danach wollte die Familie aufbrechen in die Türkei, wo der Hausstand schon wartete. Aber Ayten hielt die Schikanen ihrer Schwiegereltern nicht mehr aus, mit denen sie auf kleinstem Raum zusammenlebte.
Fünf Jahre lang hatte Ayten den Sohn des Mannes großgezogen, bevor sie selbst Mutter wurde, und in dieser Zeit festgestellt:
„Alle haben meinen Mann für einen Engel gehalten, weil er so sanft war. Aber er hatte einen starken psychischen Einfluss.“Er bestimmte über ihr Leben, verbot ihr sogar, den Führerschein zu machen. Jetzt hatte Ayten genug. „Ich bin geduldig. Aber manchmal fehlt nur ein Tröpfchen, dass ich sage: Jetzt ist Schluss.“
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