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ARCHIV 2013

     
 

Selbstverteidigung

Selbstverteidigung

25.11.2013

Alljährlich am 25. November findet der von den Vereinten Nationen deklarierte Internationale Tag zur Beseitigung jeder Form von Gewalt gegen Frauen statt. Hintergrund für die Entstehung des Aktionstags war die Verschleppung, Vergewaltigung und Ermordung von drei Frauen im Jahr 1960 in der Dominikanischen Republik durch Soldaten des ehemaligen Diktators Trujillo. Seit dem 25. November 1981 wird weltweit durch Aktionen und Veranstaltungen zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Kinder aufgerufen. Auch in Herne wird über den Runden Tisch gegen häusliche Gewalt auf diesen Tag aufmerksam gemacht.

Das Frauenhaus Herne hat in Zusammenarbeit mit Bushikan und der Gleichstellungsstelle Herne wieder einen Selbstverteidigungskurs für Frauen angeboten. Erstmalig fand auch ein Tag für die Kinder statt:
Lernen, den Gefühlen zu vertrauen, Gefahren einzuschätzen, etwas auszusprechen anstatt sich einschüchtern zu lassen oder los zuschlagen.
Die Kinder waren begeistert und haben mit viel Elan mitgemacht.

Hier geht's zum Zeitungsartikel...

 

 

   

Zahlen und Wissenswertes *

Im Jahr 2013 haben im Frauenhaus 58 Frauen und 65 Kinder gelebt!

Grund für die Aufnahme

53 Frauen (91%) sind vor dem gewalttätigen Ehemann/Partner  geflohen
5 Frauen (9%) sind vor Eltern, Kindern oder Verwandten geflohen
1 Frau war akut von Zwangsheirat bedroht

Alter der Frauen und Kinder

44 Frauen (76%)  aller Frauen waren zwischen 18 und 40 Jahre alt
10 Frauen (17%) zwischen 40 und 60 Jahre alt
46 Kinder  (71%)  waren bis 5 Jahre alt

Aufenthaltsdauer

25 Frauen (43%) wohnten bis zu einer Woche im FH 
21 Frauen (36%) wohnten bis zu drei Monaten im FH
12 Frauen (21%) wohnten länger als drei Monate im FH

Verbleib nach dem Frauenhaus-Aufenthalt

15 Frauen (26%)  bezogen eine eigene Wohnung
11 Frauen (19%)  gingen in die alte Wohnung zurück
12 Frauen (21 %) gingen in anderes Frauenhaus / soziale Einrichtung
13 Frauen (22%)  gingen zu Freunden, Verwandten u.s.w.
6 Frauen (10%)  gingen mit unbekanntem Aufenthalt

1 Frau ging zurück in die zugewiesene Ehewohnung

Staatsangehörigkeit

25 Frauen (43%) hatten eine andere Staatsangehörigkeit

* Die Zahlen sind entnommen den jährlichen Erhebungsbögen für das Berichtswesen der Frauenhäuser NRW,  Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW

Belegung

Die Belegung betrug 74% bei einer Aufnahmekapazität von 17 Plätzen. Damit war das Frauenhaus gut ausgelastet. Im ersten Jahresviertel war das Haus komplett belegt, dann folgte eine Auszugswelle und neue Frauen wurden aufgenommen.

2013 haben wieder mehr Kinder im Frauenhaus gelebt, dort ist eine leichte Steigerung zu verzeichnen. Wir werden weiterhin von Frauen aller Nationalitäten in Anspruch genommen: 43 % hatten eine andere Staatsangehörigkeit. Eine Frau war akut von Zwangsheirat bedroht und fand Aufnahme im Frauenhaus.
Wir versuchen weiterhin für Herner Frauen ein Notbett für akute Aufnahmen freizuhalten. Das gelingt nicht immer.

* Die Zahlen sind entnommen den jährlichen Erhebungsbögen für das Berichtswesen der Frauenhäuser NRW,  Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW

 

   

2012 starben in Deutschland 106 Frauen durch Partnergewalt.

Hier die Presseerklärung der Bundesverbände Frauenhäuser, Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe zum 25.11.13

 

 




Fachtag




Fachtag




Fachtag

Erfolgreicher Fachtag der Landesarbeitsgemeinschaft Autonomer Frauenhäuser NRW e. V. am 21.11.2013 . 150 Gäste diskutierten über Strategien gegen Gewalt an Frauen.

Schwere Wege leicht machen – Strategien gegen Gewalt an Frauen

Auftakt der Veranstaltung bildete ein Virtueller Rundgang durch Autonome Frauenhäuser in NRW, welcher auf innovative Weise Einblick in den Alltag von Frauenhäusern bot und gleichzeitig die Aufgabenvielfalt verdeutlichte.
In einem Vortrag zu „Herausforderungen an erfolgreiche Strategien gegen Gewalt an Frauen“ führte Frau Marion Steffens als Vertreterin der LAG Autonomer Frauenhäuser NRW thematisch ein.

Als Podiumsgäste nahmen teil:
Monika Schröttle, Sozialwissenschaftlerin und Politologin an den Universitäten Gießen und Nürnberg, Mitherausgeberin der ersten repräsentativen Studie „Gewalt gegen Frauen“ 2004. Sie weist auf die Bedeutung von Prävention hin und auf die Notwendigkeit einer disziplinübergreifenden Diskussion.
Roland Hertel sitzt im Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Häusliche Gewalt und arbeitet im Interventionszentrum gegen Häusliche Gewalt Südpfalz mit den Tätern, für die Opfer. Er fordert ein Hin zur Regelfinanzierung der Frauenhausarbeit.
Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW tritt für eine verbesserte Vernetzung und für ein Gesamtkonzept ein.
Heike Lütgert, lange Leiterin des Kommissariats Prävention und Opferschutz bei der Polizei Bielefeld, jetzt Dozentin für Kriminologie und Kriminalistik an der FhöV,NRW .Ihre provokative Aussage: „Wir brauchen mehr tote Frauen. Das würde wirken!“
Marion Steffens, als Vertreterin der LAG Autonomer Frauenhäuser NRW e.V. verweist auf die Notwenigkeit einer Perspektivenentwicklung zu wirksamen Strategien im Rahmen eines wirkungsvollen, langfristigen, finanziell ausgestatteten Gesamtkonzeptes.

Die diskutierten Fragen auf dem Podium sowie in der anschließenden Diskussion mit dem Publikum lauteten:

  • Welche Fragestellungen und Probleme tun sich in der Frauenhausarbeit auf?

  • Was wurde bisher erreicht und welche neuen Ansätze kann es geben?

Vielstimmig wurden eine angemessene Finanzierung der Frauenhausarbeit und der gesicherte Schutz für von Gewalt betroffenen Frauen und ihrer Kinder gefordert. Die politische Entscheidungsebene weist auf die enge Haushaltslage hin und gibt kein Signal auf eine baldige Umsetzung eines Landesfinanzierungsgesetzes.

Zur Beantwortung der Frage, ob sich die Arbeit der Autonomen Frauenhäuser ausreichend am Bedarf der aufgenommenen Frauen orientiert , wurde eine Studie zur Zufriedenheit der Nutzerinnen extern wissenschaftlich von Frau Professorin R. Becker, TU Dortmund erstellt. Über 900 Frauenhausbewohnerinnen beteiligten sich an der Befragung.

 


Studie

Die repräsentative Studie
„Das Leben im Frauenhaus- Ergebnisse einer Befragung zur Zufriedenheit von Bewohnerinnen der Autonomen Frauenhäuser in Nordrhein-Westfalen“
ist zu beziehen über die Landesarbeitsgemeinschaft Autonomer Frauenhäuser NRW e.V. und belegt:

  • Die Dauer des Aufenthalts hat wesentliche Auswirkungen auf die Möglichkeit ein gewaltfreies Leben nach dem Frauenhaus aufzubauen

  • Neben der praktischen Unterstützung wird von den Bewohnerinnen besonders geschätzt, dass ihnen zugehört und geglaubt wird

  • Die baulich- räumliche Ausstattung in den Autonomen Frauenhäuser ist von den heute gesellschaftlich üblichen Normen akzeptabler Wohnverhältnisse eklatant entfernt.

     
 


Studie

Und hier zu den Einzelergebnissen aus Herne:

An der Befragung im Frauenhaus Herne nahmen 47 Bewohnerinnen teil.

Eine hohe Zufriedenheit zeigte sich bei den Herner Bewohnerinnen vor allem in folgenden Bereichen:

  • Aufnahme und Erstgespräch

  • Angebote im Frauenhaus

  • Unterstützung durch die Mitarbeiterinnen

Besonders gut gefiel den Bewohnerinnen, dass sie während ihres Aufenthaltes offen sprechen konnten, ihnen geglaubt und zugehört wurde und dass Informationen vertraulich behandelt wurden.

Unzufriedenheit zeigte sich vor allem in der Unterbringung. Die Gründe liegen hier vor allem in folgenden Bereichen:

  • Sanitär (kein eigenes Bad, Toilette)

  • Küche (ausschließlich Gemeinschaftsküche)

Im Vergleich zu den 27 autonomen Frauenhäusern in NRW liegt das Frauenhaus Herne im guten Mittelfeld.

Die Auswertungsergebnisse finden sie hier...

 

 

 
Urlaub 2013


Urlaub 213

Urlaub 2013

Urlaub 2013

Zum 2. Mal konnte aufgrund zahlreicher Spenden eine Ferienfreizeit für Frauen und Kinder des Frauenhauses stattfinden.

Unsere Sommer - Ferienfreizeit 2013 war ein Erlebnis!

17 Kinder im Alter von 1 Jahr bis 13 Jahren und 12 Frauen verlebten aufregende, anstrengende, entspannende, regnerische und sonnige Tage.
Wir sind in tiefe Wälder eingedrungen, in denen Kobolde ihre Wohnungen bauen, haben giftige Pflanzen und viele Pilze entdeckt und einen großen Bogen darum gemacht. Wir sind über knackende, morsche Brücken gegangen. Wir sind mitten in der Nacht im Wald gewesen und haben Tiger und Bären und viele andere gefährliche Tiere gesehen. Es war unheimlich.
Einige Mutige sind geschwommen. Wir haben geangelt und eine große Ausbeute mit nach Hause gebracht! Wir brauchten nicht zu kochen, wie schön! Wir haben gekegelt, uns ausgeruht, unser Gesicht in die Sonne gehalten und die Zeit mit den Kindern genossen.
Es war viel zu kurz.
Wir sind gut wieder in Herne angekommen und möchten sofort nochmal losfahren!

Wir danken allen Spenderinnen und Spendern, die diese Erlebnisse möglich gemacht haben.

Die Nachfrage war groß, wir konnten leider nicht alle mitnehmen. Aber nächstes Jahr …..

 

 


Aussenbereich

Ein neues Zimmer für das Frauenhaus

Aufgrund einer großzügigen Spende der Firma Catherine Nail Collection GmbH konnten wir unseren Außenbereich  mit einen neuen Sitzplatz verschönern. Ein Untergrund wurde gebaut und langlebige Gartenmöbel angeschafft.  Ein neuer Regen - und Sonnenschutz durfte nicht fehlen. Da die Räumlichkeiten im Frauenhaus sehr beengt sind, wird das "neue Zimmer“ gerne genutzt.

Die Catherine Nail Collection GmbH mit ihrer Initiative - WE CAN DO IT - engagiert sich seit Jahren für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder und unterstützt mit Spendengeldern.

Wir sagen DANKE für die Spende und hoffen noch auf viele Sonnentage.

 

   

Frauenhaus fragt nicht nach dem Pass

Eine Momentaufnahme aus Herne zur Situation von Frauen mit Migrationshintergrund von Ute Eickenbusch für die WAZ vom 12.6.2013. Lesen Sie mehr...

     
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