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ARCHIV 2014

     
   

Zahlen aus dem Jahr 2014
Im Jahr 2014 haben 73 Frauen und 77 Kinder im Frauenhaus Herne gelebt.

Grund für die Aufnahme (mehrere Gründe möglich)
64   Frauen   (87%) sind vor dem gewalttätigen Ehemann/Partner  geflohen
10  Frauen    (14%) sind vor Eltern, Kindern oder Verwandten geflohen
  3  Frauen                waren akut von Zwangsheirat bedroht

Alter der Frauen und Kinder
56   Frauen   (77%) waren zwischen 18 und 40 Jahre alt,                                         
17   Frauen   (23%) waren älter als 40 Jahre
49   Kinder    (64%) waren bis 5 Jahre alt

Aufenthaltsdauer
36    Frauen (49%) wohnten bis zu einer Woche im FH 
26    Frauen (36%) wohnten bis zu drei Monaten im FH
11    Frauen (15%) wohnten länger als drei Monate im FH

Verbleib nach dem Frauenhaus-Aufenthalt
14 Frauen     (19%)  bezogen eine eigene Wohnung
18 Frauen     (25%)  gingen in die alte Wohnung zurück
  8 Frauen     (11%)  gingen in anderes Frauenhaus / soziale Einrichtung
18 Frauen     (25%)  gingen zu Freunden, Verwandten, Bekannten
13 Frauen     (18%)  gingen mit unbekanntem Aufenthalt
  2 Frauen                 gingen zurück in die zugewiesene Ehewohnung

Staatsangehörigkeit
41 Frauen (56%) hatten eine andere Staatsangehörigkeit.

Belegung
Die Belegung betrug 70,3% bei einer Aufnahmekapazität von 17 Plätzen und lag somit im Landesdurchschnitt. 2014 konnten wir einen Anstieg von Frauen und Kindern verzeichnen (2013 waren es 58 Frauen und 65 Kinder). Aufgrund von vielen Kurzzeitaufenthalten und höherer Frequentierung des Frauenhauses war das Jahr aus Sicht der Mitarbeiterinnen sehr arbeitsintensiv.

* Die Zahlen sind entnommen den jährlichen Erhebungsbögen für das Berichtswesen der Frauenhäuser NRW,  Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW.

 

   

Kein Geld für Frauen aus der EU

Bereits im September demonstrierten wir vor dem Landtag für eine institutionelle Förderung, um allen Frauen einen Zugang zum Frauenhaus zu ermöglichen. Jetzt zog der Verein ein Resümee und beleuchtete nochmal die besondere Situation für schutzsuchende Frauen und Kinder aus der EU.

Zum WAZ Artikel….

 

  Spende DM

Ein schönes Weihnachtsgeschenk!

Ein vorweihnachtlicher Losverkauf in der dm- Filiale in Herne-Eickel erbrachte eine stattliche Spende von 550 Euro für das Frauenhaus. Michelle Keppers  und Olga Kornev bedankten sich bei der Filialleiterin Lara Reffelmann und Marita Wolniak für Ihr Engagement. “Gerade die Advents-und Weihnachtszeit ist für Frauen und Kinder mit vielen negativen Erinnerungen belastet. Ein Theaterbesuch, ein ausführlicher Bummel über den Weihnachtsmarkt und ein besonderes Weihnachtspaket für die Kinder können damit erfüllt werden“, so Michelle Keppers.

Wir sagen ganz herzlich DANKE.

 

  Straßenaktion 2014

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen  - 25.11.2014

Am 25. November 1960 wurden drei der vier Schwestern Mirabal, Patria, Minerva und Maria Teresa, vom militärischen Geheimdienst der Dominikanischen Republik nach monatelanger Folter ermordet. Ihre Untergrundaktivitäten gegen die brutale Trujillo-Diktatur, unter der die Dominikanische Republik über 30 Jahre zu leiden hatte, waren ihnen zum Verhängnis geworden. Nur eine Schwester überlebte: Dédè, die seither den Widerstand ihrer Schwestern lebendig hält. Der Mut der Mirabal-Schwestern gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln. Seit dem 25. November 1981 wird weltweit durch Aktionen und Veranstaltungen zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Kinder aufgerufen.

Auch in Herne macht der Runden Tisch gegen häusliche Gewalt auf diesen Tag aufmerksam  und lud zu einer Straßenaktion am 25.11.2014 ein.

Pressemitteilung zum 25.11.2014 – Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

2013 starben 138 Frauen in Deutschland durch die Hand ihres (Ex-)Partners. Nach einer kürzlich veröffentlichen Studie (James Fearon/ Anke Höffler 2014) sterben durch  „Häusliche Gewalt“ mit Abstand die meisten Menschen weltweit - meist Frauen und Kinder.

In Deutschland stieg laut polizeilicher Kriminalstatistik innerhalb eines Jahres die Zahl der Frauen, die von ihrem (Ex-)Partner getötet wurden, von 106 (2012) auf 138 (2013), ohne dass die zuständigen Behörden sich in irgendeiner Weise alarmiert zeigten.

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Halloween

Halloween

31.10.2014 - Lichterfest im Frauenhaus

Erlebte Gewalt hat immer eine isolierende Wirkung, dagegen setzen wir Gemeinschaft.  
Im Frauenhaus werden immer wieder Feste gefeiert: Geburtstage, Einschulung, Karneval. Die Vorbereitung  erfordert Mühe, ist manchmal chaotisch. Das Ergebnis ist Gemeinschaft und glückliche Momente, die vom Himmel fallen.
Diesmal feierten wir ein schaurig, schönes Halloween-Lichterfest. Wir haben uns verkleidet, es gab gruselige Sachen zu Essen und echtes Drachenblut. Wir haben Kürbisse ausgehöhlt  und es wurden echte Messer benutzt. “Das Beste war der Spaziergang mit Taschenlampen, das war echt cool und richtig unheimlich“ (Marco, 6 Jahre ).

 

 
Landtag

Landtag

Landtag

Landtag

Am 11.09.14 protestierten wir mit anderen Frauen- und Mädcheneinrichtungen in Düsseldorf vor dem Landtag für ein Landesfinanzierungsgesetz und die Einhaltung des Koalitionsvertrages.

Auch in Herne haben wir seit 33 Jahren eine ungesicherte Finanzierung. Es gibt keine gesetzliche Grundlage, die Gelder müssen jedes Jahr neu beantragt werden. Wir erhalten einen Zuschuss von der Stadt und einen Personalkostenzuschuss vom Land NRW, dies deckt bei weitem nicht unsere Kosten! Das Einwerben von Spenden und Bußgeldern ist sehr zeitaufwendig und mühsam und wir verlieren dadurch wertvolle Zeit für die Arbeit mit den Frauen und Kindern.
Der Frauenhausaufenthalt ist an den Anspruch von Sozialleistungen (ALG II Leistungen ) gekoppelt oder er muss privat gezahlt werden!

Es kann nicht sein, dass ganze Frauengruppen wie z. B. Schülerinnen, Studentinnen, Frauen mit geringem Einkommen sich kein Frauenhaus leisten können! Auch Frauen aus den EU Ländern, die keinen ALG II Anspruch haben, können den FH Aufenthalt oftmals nicht bezahlen.

Hohe Mietausfälle sind die Folge. Dem Frauenhaus-Verein entstehen Schulden für nicht gezahlte Miete und oft auch für den Lebensunterhalt.
Perspektivlos verlassen die Frauen und Kinder das Frauenhaus!

Unterstützen Sie uns. Es ist eine staatliche Aufgabe, Menschen vor Gewalt zu schützen und jede Frau mit und ohne Kinder sollte das Recht haben, in einem Frauenhaus ihrer Wahl kostenlos Schutz und Unterstützung zu finden.

 

  Freizeit 2014

Freizeit 2014

Freizeit 2014

Freizeit 2014

Freizeit 2014

August 2014

Zum 3. Mal konnte aufgrund zahlreicher Spenden eine Ferienfreizeit für Frauen und Kinder des Frauenhauses stattfinden.

Sehr lebendig, mit viel Freude und immer wieder unter Regengüssen verlebten 15 Kinder und 12 Frauen gemeinsame Tage.
Dieses Jahr konnten nur die Mutigsten schwimmen gehen, da es kalt und windig war. Das Tretbootfahren musste wegen Sturmwarnung ausfallen aber wir haben uns dafür ganz dem Angeln gewidmet und versucht mit selbstgebastelten Ködern aus Brot und ausgegrabenen Regenwürmern ganz dicke Fische zu fangen. Stunde um Stunde haben wir am Wasser verbracht, der Fang war eher mager aber wir hätten noch ewig weiter angeln können.
Soviel Natur macht manchmal Angst, wir stellten uns mutig knackenden Bäumen und gefährlichen Tieren.
Es ist schön eine andere Gegend kennenzulernen aber ganz ehrlich, das Beste war dieses Mal der Besuch im Freizeitpark Fort Fun! So ein Ausflug, für viele das erste Mal.
Wir sind gut wieder in Herne angekommen und möchten sofort nochmal losfahren!
Die Nachfrage war groß, wir konnten leider nicht alle mitnehmen. Aber nächstes Jahr …..

Wir danken allen Spenderinnen und Spendern, die diese Erlebnisse möglich gemacht haben. Die  finanziellen Mittel des Frauenhauses sind so knapp, dass ohne Ihre Spendenbereitschaft keine Freizeit stattfinden kann.
2015 ---- Auf ein Neues ?

 

 

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Zahlen und Wissenswertes

Seit der Eröffnung des Frauenhauses im Mai 1981 bis Ende 2013 haben 2444 Frauen und 2729 Kinder im Frauenhaus Zuflucht gefunden.

Das sind 5173 Menschen, denen Gewalt angetan wurde.
Von einer Person

  • die sie liebten

  • mit der sie verwandt waren

  • von der sie Schutz erwarteten

  • mit der sie das Leben teilten – Ehemann, Vater, Partner, Bruder

Im Jahr 2013 haben im Frauenhaus 58 Frauen und 65 Kinder gelebt!

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Auf der Schwelle


Auf der Schwelle


Auf der Schwelle

Auf der Schwelle

Die Landesarbeitsgemeinschaft Autonomer Frauenhäuser NRW e.V. hat gemeinsam mit der Herner Fotografin Brigitte Kraemer die Wanderausstellung "Auf der Schwelle - Leben im Frauenhaus" realisiert, um das Thema Gewalt gegen Frauen und Kinder vielen Menschen zugänglich zu machen.
Bewohnerinnen und Mitarbeiterinnen des Herner Frauenhauses haben an dieser  besonderen Ausstellung mitgearbeitet. Die Ausstellung zeigt Alltagsleben im Frauenhaus. Sie zeigt Situationen und Stimmungen, die Berühren und unter die Haut gehen.

Die Ausstellung kann dank der Förderung des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW kostenfrei ausgeliehen werden über

www.lag-autonomefrauenhaeusernrw.de

Weitere Informationen zur Ausstellung

Ausstellungsflyer - zum Download bitte anklicken (3,5 MB)

Ausstellung der Fotografin Brigitte Kraemer

Das Fotobuch zeigt Bilder aus drei Jahrzehnten Frauenhaus-Leben und dreizehn Portraitaufnahmen, in denen die Frauen mit ihren Lebensgeschichten zu Wort kommen.

 

   

Kinospot in der Filmwelt Herne zum
Internationalen Frauentag am 08.März

Mit einem einfühlsamen Kinospot, der ab dem 8. März auch in der Filmwelt Herne im Vorprogramm gezeigt wird, möchte die Landesarbeitsgemeinschaft der Autonomen Frauenhäuser in NRW diese Schutzeinrichtungen und den Weg dorthin bekannter machen.
Mit diesem Kurzfilm sollen Ängste abgebaut werden, ein Frauenhaus aufzusuchen. 60 Sekunden, die für manche Frauen eine lebenswichtige Information bieten können.

Zum Inhalt: Aus der Sicht eines kleinen Jungen, der mit seiner Mutter in einem Frauenhaus angekommen ist, ergibt sich ein Einblick in das Leben in einem Frauenhaus : Dort bin ich in Sicherheit, dort kann ich anderen Frauen und Kindern begegnen, denen es genauso wie mir ergangen ist, dort kann ich neue Freunde und Freundinnen finden und ohne Angst vor Gewalt leben. Dort gibt es Mitarbeiterinnen, die sich um mich und meine Mutter kümmern.

In NRW wurde das erste autonome Frauenhaus 1976 in Köln gegründet. Frauenhausinitiativen entstanden danach im ganzen Land. Seit 1981 befindet sich auch in Herne ein Frauenhaus und seitdem konnten über 5000 Frauen und Kindern Zuflucht und Hilfe finden.

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14.2.2014

 







One Billion Rising




One Billion Rising

Erfolgreicher Flashmob – ONE BILLION RISING erstmalig in Herne

ONE BILLION RISING – Eine Milliarde erhebt sich – ist eine weltweite Kampagne für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Am 14.02.2014 haben in über 170 Ländern Frauen und Männern auf öffentlichen Plätzen getanzt für Gerechtigkeit und ein Ende der Gewalt. In Deutschland fand diese Aktion in über 200 Städten statt.

Auch Herne war das erste Mal dabei .
Wir haben uns als Frauenhaus erst im Januar entschlossen ONE BILLION RISING für Herne zu organisieren und waren begeistert über die vielen positiven Rückmeldungen und tatkräftige Unterstützung. Das kurzfristig angesetzte Probetraining in der Tanzschule Diel war gut besucht, es wurde in vielen Gruppen geübt.

Wir waren über 200 Menschen beim Tanzflashmob auf dem Robert Brauner Platz in Herne

Danke an alle Tänzerinnen und Tänzer und allen, die solidarisch vorbei gekommen sind. Es war eine wichtige Aktion und sie hat Spaß gemacht.

Nächstes Jahr sind wir wieder dabei.

Fotos und alle Neuigkeiten auf unserer Facebook-Seite

Ein aktuelles Video gibt es auch auf YouTube

Info :
Gewalt gegen Frauen ist weltweit die häufigste Menschenrechtsverletzung.
Mindestens jede vierte in Deutschland lebende Frau im Alter von 16 bis 85 Jahren, erlebt körperliche oder/und sexualisierte Übergriffe durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner und jede 9 Frau erlebt Gewalt durch ihren aktuellen Beziehungspartner.
Frauen mit Behinderungen sind in ihrem Leben noch weit häufiger von Gewalt betroffen.
Für das Jahr 2012 weist die polizeiliche Kriminalstatistik 333 versuchte und vollendete Tötungsdelikte an.

In Deutschland ist für Frauen statistisch gesehen die eigene Wohnung der gefährlichste Ort!

 

     
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