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    ARCHIV 2015
     
     
  Allianz

Dezember 2015

Danke an Frau Sarah Erk, Allianz Agentur Herne, Eickeler Bruch 139 und Frau Andrea Oehler.

Für die großzügige Geldspende aber auch für die spontan vorbeigebrachten  Pakete und einen richtigen Tannenbaum.

All das macht unsere Arbeit ein Stück leichter und ermutigt uns weiterzumachen.

 

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Weihnachtsbrief 2015                                                       

Wie viele von Ihnen blicken wir auf ein arbeitsreiches und intensives Jahr zurück.

In diesem Jahr haben bis zum heutigen Tag  62 Frauen und 64 Kinder bei uns gelebt und einige werden noch kommen. Wie immer war der Anteil der Kinder unter 6 Jahren sehr hoch. Wir hatten nur 15 Schulkinder aber sehr munter und kreativ. Unser neugestaltetes Lesezeichen als kleines Dankeschön für Sie zeugt davon.

Ein Ereignis waren unsere zwei Frauenhaus - Babys. Nach vielen Jahren hatten wir wieder zwei Bewohnerinnen, die ihre Kinder während des Frauenhaus-Aufenthalts bekommen haben. Das ist natürlich etwas Besonderes und viele Augen leuchteten.
Das Haus war wieder gut belegt und manche Frau mussten wir in einer Notsituation abweisen und im besten Fall weitervermitteln.

Die wachsende Anzahl von Flüchtlingen in Herne macht sich auch in unserer Arbeit bemerkbar. So haben wir gerade in den letzten Wochen 2 Flüchtlingsfrauen mit Kindern aufgenommen, die in einer Unterkunft massiv von dem Mann und der Familie geschlagen und bedroht worden sind. Beide Frauen sind wieder zu ihrem “Clan“ zurückgegangen, sie konnten sich ein Leben alleine mit den Kindern nicht vorstellen. Hier stehen wir noch am Anfang mit unserer Aufklärung. Aufgrund von neu eingestellten Mitteln durch das Ministerium wird die Unterkunft und Betreuung der von Gewalt betroffenen Flüchtlingsfrauen und Kinder in diesem Jahr  bis zu einer Summe von 2.400 € übernommen. Das ist nicht viel Geld, aber ein Anfang.

Andere Frauen möchten gerne länger bei uns bleiben aber ein ungeklärter oder abgelaufener  Aufenthaltsstatus oder auch keine Ansprüche auf Sozialleistungen (z. B. für Frauen aus der EU ) machen dies manchmal unmöglich. Das ist menschlich nicht immer einfach auszuhalten und politisch gibt es dort noch viel für uns zu tun. Hier konnten wir durch Ihre Spenden manches Loch stopfen.

Mit großen Sorgen und manchmal auch mit  Wut und Verständnislosigkeit erfüllt uns der leichtfertige Umgang einiger Gerichte mit der Gewalt gegen Frauen und Kinder. Wenn die Frauen in ihre eigenen Wohnungen gezogen sind, werden oftmals die Väter aktiv und setzen auch bei Bedrohungslagen sehr schnell das Umgangsrecht zu den Kindern durch. Die Aussagen der Frauen  vor allem ihre Ängste  werden nicht ernst genommen. Konsequenzen werden nicht gezogen und letztendlich wird das Recht des Vaters gestärkt. Das ist für die Frauen eine sehr nervenaufreibende und anstrengende Zeit. Der Beginn eines neuen Lebens ohne Angst rückt so in weite Ferne.

Im Frauenhaus wird aber auch gelacht und gefeiert. Geburtstage, Karneval und Halloween wurden ausgiebig gefeiert und trugen dazu bei, die Belastungen ein wenig zu vermindern. Wir hatten eine sehr intensive Ferienfreizeit an die Ostsee. 30 Frauen und Kinder konnten, auch dank Ihrer finanziellen Unterstützung, etwas Besonderes erleben.

Allen, die unseren Standort kennen, sind sicher auch die Veränderungen in der Umgebung des Frauenhauses aufgefallen. Durch die Lage im Industriegebiet sind wir nicht mehr sicher genug und vielen Blicken ausgesetzt. Die Frauen sprechen das immer wieder an. Außerdem platzen wir aus allen Nähten, eine Küche und 2 Bäder für 17 Personen geben Anlass für viele unnötige, zusätzliche Streitereien und Belastungen. So wird es Zeit und wir sind zuversichtlich, dass wir irgendwann diesen Standort verlassen können.
An dieser Stelle einen besonderen Dank an alle, die uns diesen Prozess ermöglichen.

Im Jahr 2015 haben Sie die Arbeit des Frauenhauses unterstützt und dazu beigetragen, dass Frauen und Kinder den Weg in ein anderes Leben gehen können. Ohne Sie und ohne Ihre teilweise schon langjährige finanzielle und solidarische Unterstützung wäre die Arbeit des Frauenhauses nicht möglich.

Wir bedanken uns für die gute und konstruktive Zusammenarbeit, Ihr Vertrauen und Ihre Wertschätzung. Für uns alle erwächst daraus Mut und Durchhaltevermögen auch in so manchen schwierigen Situationen.

Wir wünschen Ihnen ein Frohes Weihnachtsfest und für das Jahr 2016 Gesundheit, Zufriedenheit und Glück.

Verein zur Förderung des Frauenhauses Herne e.V.
Frauen, Kinder und Mitarbeiterinnen des Frauenhauses Herne

Beate Kaupen
Olga Kornev
Hildegard Lichtner- Wiesinger
Nadja Matthies

 

  Auf der Schwelle

Die Fotoausstellung “Auf der Schwelle“ wurde am 03.11.15 im Landtag NRW eröffnet.

Für einen kurzen Austausch trafen sich der Landtagsabgeordnete Alexander Vogt, die Herner Fotografin Brigitte Kraemer und die beiden Mitarbeiterinnen des Frauenhauses Olga Kornev und Beate Kaupen.
Die Ausstellung  ist der Versuch neue Wege zu beschreiten, in den Dialog zu kommen und Vorurteile anzubauen.

Die Fotos und Texte machen Mut und zeigen Wege hin zu einem gewaltfreien Leben.

Die Ausstellung ist kostenlos ausleihbar über die Landesarbeitsgemeinschaft Autonomer Frauenhäuser NRW e.V.

 

   

Runder Tisch gegen häusliche Gewalt Herne:

Der Info- Flyer mit wichtigen Telefonnummern und Informationen zu häuslicher Gewalt liegt nun auch in den Sprachen Rumänisch und Bulgarisch vor.

Download unter Wege ins Frauenhaus

 

 

  Die Hälfte des Himmels

Wir möchten Sie herzlich einladen, eine besondere Ausstellung in Herne zu besuchen:
Die Hälfte des Himmels - 99 Frauen und Du.

Woher nehme ich meine Kraft... was gibt mir Stärke...
woher kommt meine Freude... wie kann ich mich
schützen... wie kannst du dich schützen...

1. bis 27. September 2015 im Foyer Kulturzentrum Herne, Willi Pohlmann-Platz 1.
Alle weiteren Infos entnehmen Sie dem beigefügten Flyer.

 

  Ferienfreizeit 2015

Ferienfreizeit 2015

Ferienfreizeit 2015

Ferienfreizeit 2015

August 2015

Unsere Ferienfreizeit 2015 ist schon wieder vorbei.
13 Frauen und 17 Kinder fuhren unter bewölktem Herner Himmel in Richtung Ostsee und erlebten fünf wirklich wunderschöne Tage bei bestem Wetter.
Es war so schön, am Meer zu sein; für viele das erste Mal. Wir haben Muscheln gefunden und tote und lebendige Krebse. Eine Riesenqualle beschäftigte uns viele Stunden. Ein wunderschöner Fahrradweg zum Meer war das Highlight für alle, die Rad fahren konnten. Endlich mal nicht auf den Verkehr achten und los düsen. Bei 19 Grad Wassertemperatur waren (fast ) alle im Wasser. Wir haben Sandburgen mit Muscheln verziert und sind bei hohem Wellengang Tretboot gefahren.
Aber das Beste war das Meer, das klare Wasser, das Rauschen, das Kommen und Gehen der Wellen. Diese ruhige und beständige Stimmung hat sich auf alle ausgewirkt, es herrschte eine harmonische und freundliche Atmosphäre.  Wir waren wieder eine bunt gemischte Gruppe: Die Frauen und Kinder kamen aus 9 verschiedenen Ländern und waren im Alter zwischen 3 und 60 Jahren. Einige kannten sich ganz gut, einige gar nicht. Es waren Frauen dabei, die zur Zeit im Frauenhaus leben und Frauen, die schon eine eigene Wohnung bezogen haben.
Auch wenn für unseren Verein ein kleines Defizit geblieben ist und wir nicht alle Kosten durch die Spendeneinnahmen decken konnten, wir möchten nächstes Jahr  wieder fahren.

Diese Reise war so ein nachhaltiges Erlebnis bei den Frauen und Kindern und wir können uns nur bei allen Spendern und Spenderinnen bedanken.

 

  Spende der KFD Herne

13.05.2015

Frau Waltring und Frau Sternitzky von der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschland - St. Joseph Herne - überbrachten eine Spende von 240 € für das Frauenhaus.
Frau Kornev berichtete über die Arbeit des Frauenhauses.
Der Sommer naht und unser “Fuhrpark“ muss erneuert und repariert werden. Für die Spende werden wir Kinderfahrräder anschaffen.
Wir sagen allen Frauen der “Löwenkirche“:

Danke für Ihre Unterstützung!

 

 

One Billion Rising

One Billion Rising

One Billion Rising

One Billion Rising

ONE BILLION RISING

Am 14.02.2015 haben wieder weltweit Millionen von Frauen zum Lied „Break the Chain“ auf öffentlichen Plätzen getanzt, um ihre Stimme zu erheben gegen die alltägliche Gewalt an Frauen und Mädchen.
In ganz Deutschland von Flensburg bis Garmisch Partenkirchen und
von Aachen bis Berlin waren Flashmobs und Veranstaltungen angemeldet -dieses Jahr unter dem Motto „Revolution“.

Auch Herne hat mitgetanzt.
One Billion Rising zum zweiten Mal in Herne.
Dieses Jahr haben wir zusammen mit der Jugendkunstschule Herne und der Choreografin Uta Bücking wieder begeistert nach der deutschen Version “Spreng die Ketten“ geprobt.
Bei bestem Samstagswetter und einer vollen Fußgängerzone (es war Stoffmarkt) haben sehr viele Menschen den 120 Tänzerinnen und Tänzern  auf dem Robert-Brauner-Platz zugesehen.
Danke an alle, die da waren und diese Aktion zu einem tollen öffentlichen Zeichen gegen Gewalt an Frauen gemacht haben.
Es hat wieder großen Spaß gemacht. Es ist ermunternd zu sehen, wie viele junge Menschen sich über das gemeinsame Tanzen für das Thema sensibilisieren lassen.
Hier wollen wir nächstes Jahr anknüpfen und versuchen, mehr Schulen und Kindergärten zu begeistern und tanzend auf die Straße zu holen.

Auf ein Neues! 2016 sind wir wieder dabei.

Fotos und alles Wichtige auf unserer Facebook-Seite und das Video auf YouTube.

Weitere Informationen:
www.onebillionrisingdeutschland.org
www.frauenhaus-herne.de
www.haeusliche-gewalt.herne.de

Zahlen:
Die Europäische Agentur für Menschenrechte hat vor einem Jahr
für Europa schockierende Zahlen veröffentlicht:

· 33% der Frauen in Europa haben seit ihrem 15.Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren. Dies entspricht etwa 62 Millionen Frauen.

· 22% der Frauen haben körperliche und/oder sexuelle Gewalt in der Partnerschaft erlebt

· Eine von 20 Frauen (5%) ist seit ihrem 15. Lebensjahr vergewaltigt worden

· 55 % der Frauen haben irgendeine Form der sexuellen Belästigung
erlebt.

· 67 % meldeten die schwerwiegendsten Gewaltvorfälle innerhalb einer Partnerschaft nicht der Polizei oder einer anderen Organisation.

Frauen mit Behinderungen /Beeinträchtigungen sind in ihrem Leben noch weit häufiger von Gewalt betroffen.

Weltweit ist Gewalt gegen Frauen immer noch die häufigste Menschenrechtsverletzung und die eigene Wohnung der gefährlichste Ort!

 

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Zahlen und Wissenswertes

Seit der Eröffnung des Frauenhauses im Mai 1981 bis Ende 2014 haben 2.517 Frauen und 2.806 Kinder im Frauenhaus Zuflucht gefunden.

Das sind 5323 Menschen, denen Gewalt angetan wurde.
Von einer Person

  • die sie liebten

  • mit der sie verwandt waren

  • von der sie Schutz erwarteten

  • mit der sie das Leben teilten – Ehemann, Vater, Partner, Bruder

Im Jahr 2014 haben 73 Frauen und 77 Kinder im Frauenhaus Herne gelebt.

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  Nail Collection

Weihnachten im Januar

Aufgrund einer großzügigen Spende der Firma Catherine Nail Collection GmbH konnten wir jetzt im Januar viele Pakete aufmachen.
Wir haben endlich einheitliche Bettwäsche für unsere Zimmer kaufen können und freuen uns nun, die Räume wohnlich und freundlich einzurichten.
Der Einzug ins Frauenhaus ist für viele Frauen und Kinder mit Unsicherheiten und Krisen verbunden und eine ansprechende Umgebung erleichtert das Ankommen und sich wohlfühlen.
Die Catherine Nail Collection GmbH mit ihrer Initiative
- WE CAN DO IT - engagiert sich seit Jahren für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder und unterstützt mit Spendengeldern.

Wir sagen DANKE für die Spende.

 

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