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Delegation aus Belgorod

Besuch aus der Partnerstadt Belgorod

Am 26.09.2012 besuchten Studentinnen der Universität Belgorod zusammen mit ihrer Lektorin Anastasia Stepanova das Frauenhaus Herne. Begleitet wurden Sie von Frau Tinnemann und Frau Drenseck (Sektion Belgorod des Herner Partnerschaftsvereins).
Bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen näherten wir uns dem Thema Gewalt gegen Frauen. Die Gäste hörten sehr interessiert zu und informierten sich über Angebot, Finanzierung und die Aufgaben des Frauenhauses. Eine Bewohnerin des Frauenhauses berichtete über Erlebtes, wie sie ins Frauenhaus gelangt ist und welchen Weg sie nun gehen wird. An dieser Stelle war die Aufmerksamkeit besonders zu spüren.

Die Besucherinnen berichteten auch über die Situation in Russland: Über häusliche Gewalt wird nicht offen gesprochen. Es bleibt, wie oft auch in Deutschland, ein Tabu-Thema.
Es gibt kaum Angebote für Frauen und Kinder bei Häuslicher Gewalt und eine Finanzierung bzw. ein eigenständiges Leben nach der Trennung ist schwierig. Viele Probleme werden innerhalb der Familie gelöst, Frauen bekommen bestenfalls Unterstützung von Eltern und Verwandten.
In kleineren Städten wie Belgorod (über 300.000 Einwohner!) gibt es zwar Angebote für in Not geratene Familien, aber keine speziellen Hilfen bei Häuslicher Gewalt. In den großen Städten wie Moskau und St. Petersburg ist das Thema präsenter und öffentlicher, hier sind auch Frauenhäuser zu finden.
Mit einem Einblick in die Räumlichkeiten des Frauenhauses endete dieser interessante Besuch.

 

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