Informationen zur Corona-Pandemie

Lange Zeit gemeinsam auf engem Raum, Ängste um Gesundheit und Existenzsicherung und das Fehlen von Ausweichmöglichkeiten oder Sozialkontakten erhöhen das Risiko für Häusliche Gewalt und sexuelle Gewalt. Diese abgeschnittene Situation führt  zu zusätzlichen Belastungen und es fallen unterstützende soziale Kontakte weg. Da ist es relativ wahrscheinlich, dass es in belasteten Situationen zu Gewalt kommt.

Nicht nur aus China, sondern auch aus Italien und Madrid erreichen uns Berichte über zunehmende Gewalt gegen Frauen. Bereits jetzt sind die Frauenhäuser in NRW an ihrer Kapazitätsgrenze. Anstehende Quarantänefälle erhöhen den Druck. Es ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht genau abzuschätzen, wie sich die Situation entwickeln wird. Es ist von einem steigenden Schutzbedarf auszugehen, der auch verzögert eintreten kann. Wir als Autonome Frauenhäuser sind bereit, alle Schutz suchenden Frauen und ihre Kinder in dieser schweren Krise mit unserem Wissen und unserem Engagement zu unterstützen. Daher arbeiten wir mit Hochdruck an Notfallkonzepten und angepassten Unterstützungsangeboten.

Schon jetzt sind nicht genug Kapazitäten vorhanden, so fehlen bundesweit ca. 14.000 zusätzliche Frauenhausplätze.

Wir fordern schnelle, unbürokratische und bundesweite Lösungen, um den Gewaltschutz flächendeckend zu sichern und schließen uns der Pressemitteilung der ZIF an, deren Forderungen hier nachzulesen sind:

https://www.autonome-frauenhaeuser-zif.de/sites/default/files/report_attachment/pm_corona_19.3.20.pdf

Schutz von Frauen und ihren Kindern vor Gewalt hat auch in Zeiten der Corona-Krise höchste Priorität.

Weitere Informationen zur Situation der Frauenhäuser in der Corona-Krise:

https://taz.de/Frauenhaeuser-in-der-Corona-Krise/!5668969/